Kufentisch – moderner Klassiker mit klarer Linie
Aktualisiert am: 14. Januar 2026
Ein Kufentisch steht für modernes Design, viel Beinfreiheit und eine stabile Konstruktion. Statt klassischer Tischbeine trägt ein markantes Bügelgestell die Platte – das wirkt luftig, ist praktisch und passt von Industrial bis Minimal. In diesem Ratgeber erfährst du, was einen Kufentisch ausmacht, welche Varianten es gibt und worauf du beim Kauf achten solltest.
Was ist ein Kufentisch?
Während ein klassischer Tisch meist aus Tischplatte und vier Beinen besteht, ruht die Tischplatte beim Kufentisch auf zwei Kufen. Diese Kufen sind Bügelgestelle, die immer von einer Längsseite zur anderen verlaufen – also parallel zur Stirnseite des Tisches. Dort, wo der Bügel den Boden berührt, entsteht eine Standfläche. Weil das Gestell an beiden Enden nach oben zur Tischplatte hin gekrümmt ist, erinnert die Form an eine Kufe – daher der Name.
Welche Vorteile bietet ein Kufentisch?
Die Konstruktionsweise bringt nicht nur eine moderne Optik mit, sondern hat auch handfeste Pluspunkte im Alltag:
- Mehr Beinfreiheit: Die Einschränkung liegt an der Längsseite – nicht ungünstig an Ecken oder Stirnseiten.
- Bodenschonend: Das Gewicht verteilt sich über eine größere Standfläche als bei vielen Sockeltischen.
- Leicht zu verschieben: Die glatte Kufenform macht das Hin- und Herschieben einfacher – auch auf Teppich.
- Luftige Raumwirkung: Durch die offene Konstruktion wirkt der Tisch weniger „wuchtig“.
Varianten des Kufentischs – Formen, die den Look bestimmen
Die Bügelgestelle von Kufentischen werden überwiegend aus Metall gefertigt. Das Material lässt sich gut in Form bringen, ist stabil und ermöglicht unterschiedliche Designs. Häufig wird Stahl-Vierkantrohr genutzt: innen hohl, aber belastbar und gut verschweißbar – perfekt für filigrane Gestelle.
- offene Bügelgestelle (z. B. U-Form oder V-Form)
- geschlossene Bügelgestelle (z. B. Rechteck-/O-Form oder Trapez-Form)
Der Unterschied ist nicht nur optisch, sondern auch technisch wichtig: Bei offenen Gestellen liegt die Platte hauptsächlich auf den oberen Enden der Kufen auf. Bei geschlossenen Gestellen hat die Platte mehrere Berührungspunkte. Das bedeutet: Wenn du einen großen, schweren Massivholztisch mit Kufen möchtest, ist ein geschlossenes Gestell oft die bessere Wahl – es reduziert das Risiko, dass sich die Platte über die Zeit durchbiegt.
Oberfläche & Stil – so wirkt dein Kufentisch am Ende wirklich
Auch die Oberfläche des Gestells entscheidet stark über den Charakter:
- Pulverbeschichtet: robust, modern, pflegeleicht
- Rohstahl-Optik: markant und perfekt für Industrial, Modern Country oder Shabby Chic
- Chrom / Edelstahl: kühl, clean, passend zu minimalistischen Einrichtungen
Als Faustregel: Je „roher“ das Metall wirkt, desto mehr Trend- und Loft-Feeling. Je glatter und glänzender, desto moderner und reduzierter.
Kufentisch aus Holz – rustikal, aber anders
Für Fans natürlicher Looks gibt es auch Kufentische aus Holz. Hier ruht die Platte auf Tischbeinen, die am Boden jeweils paarweise über eine Querstrebe verbunden sind. Das erinnert optisch an eine U-Form, ist technisch aber eher eine Konstruktion aus (offenen) Holzwangen. Der Look: warm, rustikal, weniger „Industrial“.
Der Kufentisch als Materialmix – Holz trifft Metall
Typisch ist der Mix aus Holzplatte und Metallkufen. Die lebendige Struktur von Massivholz trifft auf die klare, robuste Form des Metalls – und genau diese Spannung macht den Stil aus. Besonders im Industrial Style sind Möbel aus Holz und Metall ein fester Bestandteil: rau, ehrlich, charakterstark.
Manche Modelle nutzen außerdem Materialien in Beton- oder Steinoptik. Wenn „Beton“ dabei ist, handelt es sich häufig um einen Verbundstoff oder Betonoptik – echte Betonkufen sind eher die Ausnahme.
FAQ – Häufige Fragen zum Kufentisch
Wackelt ein Kufentisch schneller als ein Tisch mit vier Beinen?
Nicht, wenn das Gestell hochwertig verarbeitet ist. Entscheidend sind Materialstärke, saubere Schweißnähte und eine gerade Standfläche.
Welche Kufenform ist für große Tische am besten?
Für große, schwere Platten sind geschlossene Gestelle (z. B. Rechteck/Trapez) meist stabiler, weil die Platte mehr Auflagepunkte hat.
Ist ein Kufentisch gut für Teppiche?
Ja – durch die Kufen lässt er sich oft leichter verschieben als Tische mit vielen einzelnen Beinen.
Fazit
Ein Kufentisch verbindet klare Optik mit Alltagstauglichkeit (Beinfreiheit, Stabilität, gute Standfläche). Ob modern, industrial oder rustikal: Form, Material und Oberfläche bestimmen, wie der Tisch am Ende wirkt – und machen ihn zu einem echten Allrounder im Zuhause.